Internationales Zeltlager „Grenzenlos“

Geschichte erleben, Freizeit leben beim Internationalen Zeltlager der Städtegemeinschaft der „Gmünder in Europa“ vom 25. August bis 1. September 2019 in Autenhausen (Stadt Seßlach)

Download der Einladung zum internationalen Zeltlager 2019

Kaum vorstellbar: Wo sich heute das „Grüne Band“ mitten durch Deutschland zieht, befanden sich bis zum Herbst 1989 Minenfelder und Selbstschuss-Anlagen. Die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland trennte nicht nur beide deutsche Staaten mit unterschiedlichen politischen Systemen, sondern durchschnitt als „Eiserner Vorhang“ ganz Europa.

Im Herbst 2019 jährt sich der Fall der Mauer zum 30. Mal. Zu diesem Anlass veranstaltet die Stadt Seßlach vom 25. August bis 1. September 2019 ein Jugendzeltlager in der Freizeitanlage Autenhausen, in unmittelbarer Nähe der Grenze zwischen Bayern und Thüringen. Jungen Menschen von 12 bis 25 Jahren in ihren Mitgliedskommunen möchte der Verein der „Gmünder in Europa“ mit dieser Initiative vor Augen führen, was die Teilung für die Anrainer bedeutete. Drei Jahrzehnte nach der Grenzöffnung sollen die Jungen und Mädchen erfahren, dass die (Reise-)Freiheit in Europa eben nicht selbstverständlich ist. Sie sollen begreifen, welcher Bedeutung die Einheit Europas zur Sicherung des Friedens zukommt.

Die Teilnehmer erwartet jedoch keine langweilige „Geschichtsstunde“. Sie können sich selbst mit dem Thema „Mauerfall“ in einer Filmwerkstatt, einem Audioworkshop oder einem Jugendradio auseinandersetzen. Führungen im ehemaligen Grenzstreifen und zu historischen Orten in der Nähe sowie Gespräche mit Zeitzeugen vermitteln ihnen einen Eindruck davon, was die Teilung vor Ort bedeutete. Neben dem Erleben der jüngeren deutsch-deutsche Geschichte bleibt ausreichend Zeit, um jede Menge Freizeit zu leben: mit Baden, Beachvolleyball, Kajaktouren, Konzerten, Open Air-Kino, Rudelsingen, Wandern, u.v.m.

Mehr über das geplante Programm kann über die Homepage der „Gmünder in Europa“ (https://gmuender-in-europa.net) abgerufen werden. Bei verbindlicher Anmeldung wird jedem Teilnehmer die letzte Version zugeschickt.

Informationen zum Zeltlager:

  1. Teilnahmeberechtigt sind alle Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren aus den Städten und Gemeinden der „Gmünder in Europa2, sowie Gastgruppen.
  2. Anreise für die Teilnehmer ist Sonntag, der 25., August 2019 in der Zeit von 14 Uhr bis spätestens 17.30 Uhr. Wahlweise können die Teilnehmer bis spätestens Donnerstag, den 28. August 2019 in der Zeit von 12 Uhr bis 14 Uhr anreisen. Für die An- und Abreise ist jede Jugendgruppe selbst verantwortlich. Es wird dringend empfohlen, die Fahrzeuge während des Zeltlagers am Parkplatz zu belassen. Die Lagerleitung kann den Personentransport bei kurzfristigen Fahrten nicht übernehmen. Dafür ist jede Jugendgruppe selbst verantwortlich.
  3. Die Verantwortung über die Betreuung der Teilnehmer während des Lagers obliegt dem jeweils zuständigen Betreuer der Jugendgruppe. Der bzw. die Betreuer sind auf dem Anmeldeformular anzugeben und müssen volljährig sein. Auf je 10 angefangene Teilnehmerzahl sollte mindestens ein Betreuer kommen. Teilnehmer aus verschiedenen Gruppen können in Absprache mit der Lagerleitung auch zu Gruppen zusammengefasst werden.
  4. Für die Verpflegung wird von der Lagerleitung kostenfrei gesorgt. Alkoholfreie Getränke werden ebenfalls kostenfrei ausgegeben.
  5. Als persönliche Ausrüstung sind unbedingt mitzunehmen: Schlafsack, Decke, Sport- und Freizeitkleidung, Badesachen, Wasch- und Schreibzeug, Nässeschutzkleidung.
  6. Die Unterbringung ist ausschließlich getrennt nach Geschlechtern in Gemeinschaftszelten möglich. Kleine eigene Zelte können berücksichtigt werden.
  7. Die Lagerordnung ist für alle Teilnehmer und Personen, die sich vor Ort befinden, bindend. Sie ist durch den Betreuer bzw. Jugendwart den Teilnehmern bekannt zu geben. Das Rauchen für Jugendlich unter 18 Jahren ist gesetzlich verboten.
  8. Das Zeltlager-Programm kann in Absprache mit Lagerleitung und Betreuern individuell angepasst werden. Die Lagerleitung ist bemüht mit örtlichen Vereinen (Feuerwehr, Musikvereine, Sportvereine, etc.) Verbindungen zu knüpfen. soweit dies gewünscht wird.
  9. Die Anmeldung der Gruppen mit ungefährer Teilnehmerzahl ist bis zum 30. April 2019 erwünscht, damit die Organisatoren detailliert vorplanen können. Die genaue Meldung über die Anzahl der Teilnehmer ist bis Ende Juli 2019 gewünscht.

 

Bitte melden Sie sich an bei:
Hendrik Dressel
Am Roten Brunnen 1
96145 Seßlach-Gemünda
Mailadresse: hendrik.dressel@t-online.de
Tel.: 0049(0)9567/981012

 

oder direkt an die

Stadtverwaltung Seßlach

Jugendpflegerin Svenja Merz

Marktplatz 98

96145 Seßlach

Mailadresse: svenja.merz@sesslach.de

Tel: 0049(0)9569/92250

 

Die genannten Personen stehen für Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung.

Rückblick Gmünder Treffen 2018

Europa fängt im Kleinen an

Zum Städtetreffen der „Gmünder in Europa“ reisten über 80 Seßlacher nach Gmünd in Kärnten. Darunter Nachwuchsfeuerleute, die in Kärnten neue Freunde fanden.

Europa von unten bauen – dieses Ziel verfolgt die Städtegemeinschaft der „Gmünder in Europa“. Zum offiziellen Treffen versammelten sich Vertreter aus allen neun Mitgliedsgemeinden mit insgesamt 14 amtierenden und ehemaligen Bürgermeistern in Gmünd in Kärnten. Die größte Gruppe unter den 250 Teilnehmern stellte die Gruppe aus Gemünda (Stadt Seßlach), angeführt von Präsident Hendrik Dressel, gefolgt von den Salzmündern aus Sachsen-Anhalt mit 39 Personen.

Die Kärntner „Künstlerstadt“ hatte für die Gäste von Angermünde (Brandenburg) bis Schwäbisch-Gmünd, von Gerlos-Gmünd im Zillertal bis Gmünd in Niederösterreich ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: Nach der offiziellen Begrüßung am Donnerstagabend durch Bürgermeister Josef Jury ging es am Freitag auf den Pyramidenkogel in Keutschach, dem höchsten Holzaussichtsturm der Welt, und nach Velden am Wörthersee, dem „Monte Carlo von Kärnten“. Am Abend stand für die anwesenden der rund 160 Vereinsmitglieder die Jahreshauptversammlung an. Der Samstag startete mit einer Rundfahrt auf dem Millstätter See, gefolgt von einer Stadtführung in Millstatt.

 

Währenddessen knüpfte eine Abordnung der Seßlacher Jugendfeuerwehren mit knapp 20 Teilnehmern Kontakt zur Freiwilligen Feuerwehr vor Ort. Schon der Jugend verstärkt Gelegenheiten zu Begegnungen über die Grenzen hinaus zu verschaffen, lautet ein Ziel der Städtegemeinschaft. Die Nachwuchs-Feuerwehrler erkundeten das Gmünder Gerätehaus, tauschten sich über Jugendarbeit aus, lernten das Maltatal und seine Wasserfälle kennen, erprobten sich im 3D-Bogenschießen und musizierten im Pankratium, dem Haus des Staunens. Die Kameraden aus Gmünd freuten sich besonders über die Seßlacher Unterstützung beim Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren in Irschen am Samstag. „Zu sehen, wie so ein Wettbewerb in einem anderen Land abläuft, war echt interessant“, freute sich Anne Böhm (Seßlach). Sie hofft, dass der Kontakt zur Gmünder Jugendfeuerwehr erhalten bleibt. „Es war ein unglaublich tolles Wochenende für alle Beteiligten“, so das Fazit von Betreuer Florian Fischer, „wir haben Neues entdeckt und ausprobiert, Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen.“ Spannend fanden alle die Unterbringung auf der Frido-Kordon-Hütte in 1700 Metern Höhe, die der Gruppe am Ende auch die Erkenntnis bescherte: „Es geht einmal ohne Handynetz!“

Zum Höhepunkt des Wochenendes geriet der Europa-Abend im Hof des Schlosses Lodron am Samstag, zu dem alle neun Mitgliedskommunen Beiträge beisteuerten. Eröffnet wurde das abwechslungsreiche Fest von den Autenhaus’ner Musikanten. Den größten Applaus erntete die 12-köpfige Abordnung des Männergesangvereins Franconia Gemünda mit „O sole mio“, Queen‘s „Bohemian Rhapsody“ sowie „You raise me up“. Bevor die Partyband „Mölltallica“ den Gästen noch lange einheizte, sorgten das von den Gemünner Sängern gemeinsam mit dem einheimischen Männergesangverein vorgetragene Lied „Frieden“ sowie die gesungene Europa-Hymne für Gänsehautstimmung. Pünktlich zum Europa-Abend traf aus Gemünden am Main (Unterfranken) die Gruppe mit der strapaziösesten Anreise ein: Sechs Radfahrer im Alter von 45 bis 72 Jahren hatten in vier Tagen rund 630 Kilometer zurückgelegt und selbst den Großglockner nicht ausgespart. Thomas, der jüngste, war bereits 1996 bei einem Staffellauf nach Gmünd dabei. „Wir sind auch bereits ins niederösterreichische Gmünd an der Grenze zu Tschechien geradelt“, erzählte er. Am Sonntag ging das Wochenende mit Festgottesdienst und Frühschoppen im Schloss Lodron zu Ende.

„Ich denke, dass dieses Treffen bestens geeignet war, die Bürger aus den verschiedenen Gemeinden und Regionen zusammenzubringen“, zog Dressel ein positives Fazit. Alle Teilnehmer hätten spüren können, welch‘ Reichtum die vielfältigen Traditionen und Kulturen Europas bilden. Mit Blick auf das von der Europäischen Union ausgerufenen Kulturerbe-Jahr 2018 fügte der Präsident hinzu: „Die Städtegemeinschaft ist ein Beispiel dafür, wie Europa von unten gestaltet wird.“ Martin Mittag, Dressels Nachfolger als Seßlacher Bürgermeister, der ebenfalls in Gmünd dabei war, sah in dem Zusammenschluss der Kommunen ebenfalls ein Vorbild. Beeindruckt hat ihn vor allem die Gastfreundschaft der Kärntner: „So müsste Europa sonst auch funktionieren: Du kommst als Gast und wirst nach wenigen Minuten behandelt wie ein Freund.“ Auch Dressel begeistern Herzlichkeit und Kultur der Gastgeber immer wieder: „Ich bin schon fast in Kärnten zuhause“, gestand er.

Für 2019 planen die „Gmünder in Europa“ Aktionen zum 30-jährigen Jubiläum der Grenzöffnung in Gmünd/Niederösterreich und Gemünda. Außerdem hat Dressel ehemalige Mitgliedskommunen in Frankreich und Tschechien sowie potentielle Kandidaten in der Schweiz angeschrieben, um die Städtegemeinschaft auf eine breitere Länder-Basis zu stellen. Nachdem in der Jahreshauptversammlung alle Bürgermeister über aktuelle Entwicklungen in ihren Kommunen berichtet hatten, regte Carsten Höllein (Gemünda) an, Informationen über anstehende Veranstaltungen stärker auf der Homepage (https://gmuender-in-europa.net) zu veröffentlichen.

bkn

 

Herzlich Willkommen!

Wir freuen uns, Sie auf unserer Website begrüßen zu dürfen!

Auf dieser Seite wollen wir Sie über die Städtegemeinschaft der „Gmünder in Europa“ informieren. Den Mitgliedern ist gemeinsam, dass sie in Städten, Gemeinden, Ortsteilen und Weilern zu wohnen, die im Mündungsbereich von Fluss- oder Bachläufen gelegen sind und deren Mündungslage in ihrem Stadt- oder Gemeindenamen beziehungsweise in der Ortsteils- oder Weilerbezeichnung zum Ausdruck kommt.

Ihr
Präsident

Hendrik Dressel